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Auszeichnung

Verkauf des Unternehmens

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Eine Alternative zur Unternehmensnachfolge innerhalb der Familie könnte ein Verkauf des Betriebes an einen geeigneten Mitarbeiter sein (Management buy out). Natürlich muss der potenzielle Nachfolger als Unternehmer/Führungskraft fachlich und persönlich geeignet sein.

Für den Fall, dass kein geeigneter Kandidat innerhalb der Familie, innerhalb der eigenen Belegschaft oder im direkten unternehmerischen Umfeld gefunden werden kann, kommt nur ein externer Nachfolger in Frage. Die Suche kann sich freilich als äußerst schwierig erweisen

Unternehmensbewertung / Preis des Unternehmens

Wenn Sie sich mit dem Verkauf Ihres Unternehmens beschäftigen, kommen Sie nicht an dem Thema Unternehmenswert vorbei.

Häufig findet sich bei mittelständischen Unternehmen  in der Familie kein geeigneter Nachfolger. Die Übergabe an einen familienfremden Nachfolger wird dann in vielen  Fällen zu einer zusätzlichen  Herausforderung. Bei einem Verkauf Ihres Unternehmens stellt der Unternehmenswert die Ausgangsbasis für die Ermittlung des Kaufpreises dar; neben der eigenen finanziellen Absicherung steht der Erhalt des Unternehmens und seiner Arbeitsplätze im Vordergrund.

Bei der Unternehmenswertermittlung stellen sich folgende Fragestellungen:

1. Welche Bewertungsverfahren gibt es?
2. Wie wird in der Praxis bei der Bewertung vorgegangen?
3. Ist der Kaufpreis für Verkäufer und Käufer akzeptabel?

Der Wert Ihres Unternehmens ist nicht der, der sich mathematisch in Gutachten theoretischer Unternehmensbewertungen errechnet, sondern das, was der Markt bereit ist zu zahlen.

Sie als Verkäufer können einen noch so begründeten Kaufpreis errechnen, den Käufer wird er nur insoweit interessieren, wie er persönlich in der Lage sein wird, die Refinanzierung des Kaufpreises aus den Erträgen des von Ihnen zu erwerbenden  Unternehmens zu bewirken.

Ihre Vorstellungen vom Verkaufspreis des Unternehmens werden letztendlich von den Finanzierungsmöglichkeiten der potenziellen Erwerber begrenzt. Darüber müssen Sie sich im Klaren sein, sonst werden Sie immer wieder von den Kaufinteressenten enttäuscht.

Finanzierung

Für den Unternehmensübergeber ist der Kaufpreis der Lohn für die Arbeit, die er in sein Unternehmen, seinen Betrieb gesteckt hat. Außerdem dient er in den meisten Fällen der Absicherung des Alters des Übergebers.

Jedoch können die wenigsten Nachfolger den Kaufpreis bar auf den Tisch legen. Der Kaufpreis muss entweder finanziert oder durch eine entsprechende Ratenzahlungsvereinbarung gestundet werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, sich den Nießbrauch an dem Unternehmen vorzubehalten und damit den Kaufpreis quasi direkt aus den Erträgen des Betriebs zu finanzieren oder eine Leibrente zu vereinbaren, die normalerweise auf Lebenszeit gezahlt wird.

Für die Frage, wie der Kaufpreis gezahlt wird, spielen mehrere Aspekte eine Rolle. Neben persönlichen Aspekten (Verwandtschaftsgrad) sind vor allem die Finanzkraft des Übernehmers und die Absicherung des Alters für den Übergeber zu beachten. Auch steuerliche Aspekte sind dabei nicht außer Acht zu lassen.

In der Praxis müssen fast alle Übernahmen von Unternehmen mit Fremdmitteln (z.B. Darlehen, Krediten, Bürgschaften) finanziert werden. Um die Zinsbelastung zu reduzieren und die Neueigentümer in der Anfangsphase zu unterstützen, bieten der Bund und die Länder spezielle Förderprogramme an, die für Übernahmevorhaben vorgesehen sind.

Bei der Vielzahl der Programme ist es nicht leicht, das jeweils passende zu finden. Allein die Broschüre „Öffentliche Förderprogramme“ des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg (siehe Linksammlung unten) listet über 50 Fördermöglichkeiten für Existenzgründer und Übernehmer von Unternehmen auf. Deshalb ist hier eine fundierte Beratung durch den Steuerberater sehr hilfreich.

Die öffentlichen Finanzierungshilfen werden in der Regel über die Hausbank beantragt. Ein Anspruch auf die Gewährung dieser Mittel besteht nicht. Vielmehr muss die Hausbank von dem Übernahmekonzept überzeugt werden. Stimmt diese zu, wird der Antrag an die entsprechende Förderbank weitergeleitet.

Die Fördermöglichkeiten reichen dabei von zinsverbilligten Darlehen, Bürgschaften für die Absicherung von Bankdarlehen bis zu Beteiligungen an dem jeweiligen Unternehmen in Form einer stillen Beteiligung oder einen direkten Beteiligung am Eigenkapital.

 
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